Martin Vögeli und Michael Biedermann holen Silber an Schweizermeisterschaft

24.03.2015

Das liechtensteinische Athleten in den Einzelbewerben Spitzenleistungen erbringen hat lange Tradition und man hat sich schon daran gewöhnt. Naturgemäss weniger erfolgreich sind die heimischen Protagonisten hingegen in Teambewerben. Bei der geringen Anzahl an Talenten ist es ja auch eher unwahrscheinlich, dass man gerade zwei Starke Athleten stellen kann. Bei der derzeit unglaublich hohen Leistungsdichte des Schweizer Langlaufteams war es auch ebenso unwahrscheinlich, dass das kleine Liechtensteiner Langlauf Team mit Podestplätzen rechnen konnte. Aber genau dies schafften Martin Vögeli und Michael Biedermann im U20 Teambewerb. Nach einer souveränen Leistung im Halbfinale lieferten Vögeli und Biedermann im Finale ein sehr mutiges und engagiertes Rennen. Über die volle Distanz befanden sich beide in der Spitzengruppe und vermochten es sich selber mit einer Silbermedaille zu belohnen.

 

Weiche Loipe, harte Bedingungen

Die frühlingshaften Bedingungen mit sehr nassem Schnee führten zu einer weichen Loipe was gleichbedeutend mit harten Bedingungen ist. Die Taktiger unter den Athleten fuhren das klassische Rennen über 50 Kilometer und 1'000 Höhenmeter auf den Skating Skis und versuchten stossend die Gegebenheiten für sich zu nutzen. Nicht allen gelang dies, viele überforderten sich und kamen gefühlt kurz vor dem Eindunkeln ins Ziel. Einige wenige aber verhalf diese Taktik zu einem souveränen Rennen an der Spitze. Nicht diese Taktik benutzte Philipp Hälg. Auf klassischen Skis gestartet lief er ein gutes Rennen hatte aber mit der Spitzengruppe nichts zu tun. Mit dem Rang 16 beendete er das Rennen auf einer für ihn ungewohnten Position. Leicht besser machten es seine jüngeren Kameradinnen und Kameraden. Martin Vögeli kam auf den guten 7. Schlussrang während Michael Biedermann auf Rang 12. weiter hinten klassifiziert war. Anna Frommelt beendete das Rennen in der Kategorie U18 auf Rang 14.

 

Gute Leistungen im Sprint

Besser lief es im Sprint. Philipp Hälg schaffte es in den Viertelfinal und im Halbfinal das Finale nur um wenige Hundertstel. Dabei hatte es im Halbfinale so gut ausgesehen. Er lief lange Zeit mit Dario Cologna auf zweiter Position liegend mit. Ein Fehler warf ihn allerdings zurück. Ebenso gut lief es Martin Vögeli und Michael Biedermann. Beide lieferten sich inmitten der besten Schweizer Junioren ein packendes Rennen und qualifizierten sich für den Final. Das mit Vögeli und Biedermann, welche das Rennen schlussendlich auf den Rängen Fünf und Sechs beendeten, gerade zwei liechtensteinische Athleten ins Finale kamen kann als grosse Leistung angesehen werden. Zufrieden war dementsprechend auch Nordic Club Liechtenstein Präsident Anton Frommelt, welcher um Philipp Hälg einen Start zu ermöglichen im Team-Bewerb mitgelaufen war: «Das Schweizer Team verfügt über ein Langlauf-Team mit einer noch nie dagewesenen Leistungsdichte. Dass unser Team in dieser Schweizer Meisterschaft trotzdem eine so gute Rolle spielte, spricht für unsere Athleten und Trainer».  (mma)