Madeleine Beck steht erstmals doppelt ganz oben
Madeleine Beck ist seit dem verletzungsbedingten Ausfall von Trainingskameradin Charlotte Lingg weitestgehend mit dem Herren Junioren Team unterwegs. Dass das keineswegs ein Nachteil ist, hat sie in den vergangenen Wochen mit konstant guten Leistungen bestätigt. Nach einem eher schwierigen Saisonstart und einigen verpassten Chancen im Europacup nutzte die 21-Jährige die FIS-Rennen im Dezember gezielt, um technische Abläufe zu festigen und Selbstvertrauen aufzubauen. Die Sicherheit im Rennen ist nun eindrucksvoll zurück, was sie bereits mit ihrem dritten Platz beim Riesenslalom in Kaltenbach (AUT) Mitte Dezember beweisen konnte. «Ich habe endlich die Leistungen gezeigt, die ich auch im Training gezeigt habe. Das fühlte sich wie ein Befreiungsschlag an.», sagt Madeleine rückblickend. Es folgten fortan deutlich stabilere Rennen, die dennoch voller Aggressivität und Angriffslust steckten. Auch wenn nicht jeder Start im Riesenslalom unmittelbar mit einer Spitzenplatzierung belohnt wurde und die Top20 im Europacup bisher noch eine zu erreichende Zielsetzung bleibt, ist ihr Leistungsniveau derzeit konstant hoch.
Doppelsieg in Telfs
Anders verhält es sich im Slalom, jene Disziplin, in der sich Madeleine aktuell am wohlsten fühlt. «Im Slalom weiss ich, dass es funktionieren kann», erklärt sie. «Dort muss ich es einfach noch zeigen.»
Kurz vor Jahreswechsel gelang ihr genau das im FIS-Rennen in Kühtai. Nach zwei starken Fahrten belegte sie Rang 3 und fuhr somit erneut auf das Podest.
Im österreichischen Telfs gelang ihr am 2. und 3. Januar 2026 dann der ersehnte Paukenschlag. Beim FIS-Slalom überzeugte sie mit zwei konstant starken Läufen, präzisen Schwüngen und kontrolliertem Tempo. Sie liess die Konkurrenz hinter sich und feierte mit zwei Siegen ihren ersten Doppelerfolg auf FIS-Ebene. «Wir haben einfach gut trainiert und ich bin drangeblieben», bestätigt "Mädi" den starken Eindruck. «Ich habe schon vor der Saison gewusst, dass im Slalom sehr viel möglich ist. Ich konnte es nur noch nicht über zwei Läufe abrufen.».
Flachau als Gradmesser mit den Besten
Mit den starken Ergebnissen seit dem Jahreswechsel hat sich Madeleine nicht nur auf FIS-Ebene empfohlen, sondern auch den nächsten Weltcup-Einsatz gesichert. Nach dem erfolgreich absolvierten WC-Slalom in Levi zu Beginn der Saison wird sie am morgigen Dienstag (13.1.26) beim Nachtslalom in Flachau erneut im Weltcup an den Start gehen. «Als Nächstes ist der Weltcup sicher im Vordergrund. Es ist eine gute Gelegenheit, sich wieder zu zeigen und ich freue mich, mir die Chance erarbeitet zu haben.».
Beim Nachklassiker erhält Madeleine die Möglichkeit, den nächsten Step zu machen und ihr Leistungsvermögen auch auf höchstem Niveau unter Beweis zu stellen.