Sarah Hundert kehrt aus Cortina zurück und sagt servus.
«Der Sport hat mir mehr gegeben, als er mir genommen hat.»
Nach einem schweren Sportunfall 2010 bekam Sarah Hundert die Diagnose Schwerschnittslähmung. Ein Schlag ins Gescht der ambitionierten Allrounderin, einer der hart war, sie aber nicht umwarf. Denn Aufgeben war weder zu diesem Zeitpunkt noch irgendwann später eine Option für Sarah. Sie kämpfte sich als Monoskifahrerin im Slalom und Riesenslalom zurück ins Sportlerleben und gehörte von dort an zur liechtensteinischen Skifamilie. Ihre Laufbahn meisterte Sarah weitestgehend auf sich allein gestellt aber immer mit Verlass auf ihr Team mit Physiotherapeutin Milena Hundert und Trainer Ralf Jägler. Auch der LSV unterstützte das Trio mit Leidenschaft.
Wir blicken zurück auf eine bemerkenswert zielstrebige Athletin, die Liechtenstein zwei mal bei den Paralympischen Spielen (2022, 2026) vertreten konnte, mehrere Siege einfuhr und stets als Leitfigur im Paraskisport unterwegs war und weiterhin sein wird.
Am gestrigen Montag wurde Sarah im Kreise vieler Freunde, Verwandten, Sponsoren, Partnern und Gemeidemitgliedern erst von den Paralympischen Spielen willkommen geheissen und anschliessend gebührend verabschiedet worden. Der Abend war lang und wir wünschen Sarah, Milena und Ralf alles Gute für die Zukunft mit oder ohne den Skisport.
Fotos: FIS, Daniel Schwendener